Testbericht: Scooba 230 – der kleine Bodenwischroboter

Scooba 230 Bodenwischroboter

Zu meinem Roomba Roboterstaubsauger, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin, wollte ich noch einen Nassreiniger hinzufügen. Da lag natürlich der iRobot Scooba 230 sehr nahe. Dieser kleine Wicht soll meine Böden Nass aufnehmen und ihnen den nötigen Finish verpassen nachdem der Roomba gesaugt hat. Schauen wir mal was der kleine Bodenwischroboter so drauf hat:

Erster Eindruck & Einrichtung

Der Scooba 230 ist winzig, gerade zu süss. Nach dem Auspacken kommt der kleine Wicht mit wenig Zubehör daher, einzig eine virtuelle Wand und ein Ladegerät liegen bei, nebst Samples von Reinigungsmittel und etwas Papier zum Lesen. Also kein automatisches Docken oder Programmieren und selbst Laden wie bei den Roomba-Brüdern ist möglich. Naja, muss auch nicht sein, saugen muss man regelmässiger als eine Nassreinung. Also nach dem Einlegen des Akkus und einer vollständigen Ladung kann es losgehen, dazu einfach Frischwasser (darf auch warm sein) in den Scooba füllen, nach Wunsch mit Reinigungsmittel vermischen und dann den Winzling auf dem Boden platzieren. Nach dem Einschalten gibt es nur zwei Optionen, einen langen Putzgang für grosse Räume und einen kürzeren für kleinere, das wars dann auch schon.

Scooba von unten, Reinigungsplatte austauschbar

Scooba von unten, Reinigungsplatte austauschbar

Reinigung

Die Reinigung des Scooba erfolgt in drei Stufen, gemäss dem Datenblatt von iRobot, diese wären:

  1. Frische Reinigungsflüssigkeit wird abgesetzt
  2. Das Schrubben löst und weicht den Schmutz auf
  3. Das Vakuum-System saugt das Schmutzwasser auf

Das klingt schön und gut, doch in der Praxis gibt es einige Schwierigkeiten. Erstens ist es wichtig das direkt vor der Nassreinigung der Staubsauger eingesetzt wurde, entweder ein herkömmlicher ein Roomba, das spielt keine Rolle. Hat es aber noch viele Staubrückstände am Boden, verschmutzt der Scooba 230 sehr schnell und zwar ziemlich stark und verschmiert alles. Wenn der Boden gereinigt ist, läuft der Scooba sauber durch. Ich habe aber das Gefühl das er immer wieder unterschiedlich viel Wasser absetzt und/oder nicht gleichmässig viel aufnehmen kann. So hinterlässt er Stellen am Boden wässriger als andere, viel Trocknungszeit kann man einrechnen. Fugen in Plattenboden bekommen dem Scooba 230 auch nicht besonders gut, sie dienen meist als Ablage für aufgestautes.

Das Resultat eines Reinigungsdurchgangs variiert meiner Meinung nach stark, in einigen kleinen Räumen war ich zufrieden, andererseits dann wiedermal nicht. Ich konnte kein klares Muster erkennen wann der Scooba richtig sauber macht und wann nicht.

Scoobs Nachfüllstutzen, auf der anderen Seite kommt das Dreckwasser raus

Scoobs Nachfüllstutzen, auf der anderen Seite kommt das Dreckwasser raus

Fazit

Wie man dem obigen Abschnitt entnehmen kann war ich vom Resultat der Wasserreinigung selten überzeugt und wenn dann war es meist vorher schon ziemlich sauber. Für mich ein nettes Spielzeug, dass aber nicht zur effektiven Reinigung taugt. Die sogenannten Bodenwischroboter profitieren im Steuerungsbereich eindeutig von den Brüdern aus der Saugerabteilung, was das Reinigungsresultat anbelangt haben sie aber nach viel Nachholfbedarf. Daher kann ich hier keine Empfehlung abgeben, bin aber auf die Nachfolger gespannt.

Zu kaufen gibt es den iRobot Scooba 230 in der Schweiz für 319.- CHF oder in Deutschland für 275.-  Euro.

7 Kommentare

  1. Mirco 15. Dezember 2012
  2. Helen Minder 15. Dezember 2012
  3. Sauger 23. Januar 2013
  4. Staub 12. Juni 2013
  5. Jens Rossbacher 23. Juni 2013
    • Reiner 26. September 2013

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