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Testbericht: Apple Mac Pro für Timelapse Video Bearbeitung

Apple Mac Pro Testbericht

Als Apple den neuen Mac Pro vorstellte habe ich das zwar auch mit Interesse verfolgt, aber ich habe mir auf Grund des enorm hohen Preises nie wirklich Gedanken gemacht einen solchen anzuschaffen. Für einen Test hatte ich zwar Lust, aber irgendwie nicht die nötige Arbeit um ihn auszulasten. Mittlerweile hat sich das geändert und ich habe länger an einem neuen Zeitraffer-Projekt gearbeitet, wie damals an meinem Zirkus Knie Timelapse Video. Also eine ideale Ausgangslage um den High-End Rechner von Apple reichlich zu beschäftigen.

Technische Daten (Testmodell)

Mac-Pro-Testmodell

Ich hatte das Glück und durfte als Testmodell fast die Topausstattung benutzen. Wie der obige Screenshot schon andeutet hatte ich folgendes Modell:

  • Prozessor: Intel Xeon E5 3,0 GHz 8-Core
  • Arbeitsspeicher: 32GB (4x8GB) DDR3
  • Massenspeicher: 512GB PCIe Flash-Speicher (SSD)
  • Grafikkarten: Zwei AMD FirePro D700 GPUs (je 6GB VRAM)

Ich habe dies Konfiguration des Mac Pro im Schweizer Apple Online Store konfiguriert und komme ohne weiteres Zubehör oder Software-Lizenzen auf einen Preis von 7579.- CHF. Die Mac Pro Reihe Minimalausstattung beginnt bei 3.7GHz Quad-Cores mit 12GB RAM und 256GB Arbeitsspeicher und kostet dann im günstigsten Fall 3’399.-CHF. Kein Schnäppchen der Kübel, dafür soll er aber auch viel leisten!

Der Apple Mac Pro sieht von Innen besonders toll aus.

Der Apple Mac Pro sieht von Innen besonders toll aus.

Testumgebung und Workflow

Ich habe den Mac Pro an meinem 27″ Thunderbolt Display genutzt, mangels 4K-Display konnte ich die Stärken bezüglich 4K Arbeiten nicht am Bildschirm sehen. Aktuell sind solche Displays nur schwer erhältlich und sehr teuer. Ich habe den Mac Pro explizit darauf getestet, wie er sich mit der Bearbeitung von einem Timelapse-Workflow schlägt, das heisst Foto-Stapelverarbeitung, Rendering in 4K und dann Videoschnitt und Export in 1080p. Ich schreibe daher hier mein Fazit und Test mit Bezug auf genau diesen Workflow und wie sich der Mac Pro bei einem Privatanwender wie mir macht.

Apple Mac Pro - Das Lüftungskonzept funktioniert einwandfrei und ist leise

Apple Mac Pro – Das Lüftungskonzept funktioniert einwandfrei und ist leise

Ausgangslage Timelapse

Ziel des Timelapse Videos war es, den Bau eines Modulators für das XFEL Projekt bei DESY in Hamburg zu dokumentieren. Die Zeitraffer-Sequenz wurde mit einer eigens dafür angeschafften Canon EOS 600D geschossen, welche mit der modifizierten Firmware Magic Lantern lief. Dank dieser hat die 600D einen internen Intervalometer und kann so selbständig arbeiten, eine maximal Anzahl Auslösungen kann ebenfalls eingestellt werden. Als Objektiv wurde ein 10-22mm Weitwinkel von Canon genutzt, damit hatte ich in der Werkhalle noch die Möglichkeit alles nötige auf das Bild zu bringen.

Timelapse Setup: Aufbau Kamera

Total wurden mehr als 20’000 Einzelbilder im RAW-Format aufgenommen, was einer Datenmenge von über 500GB entspricht. Während die meisten Aufnahmen mit einem Intervall von 1 Minute aufgenommen wurden, kamen bei Detailaufnahmen welche schneller abliefen Intervalle von 10 Sekunden zum Zug. Mit diesen Intervallen habe ich im PostProcessing genügend Spielraum und kann den Film bis auf eine Länge von 10 Minuten ausdehen bei einer Bildrate von 30 fps.

Fotos anpassen & Stapelverarbeitung

Die Aufbereitung der Fotos, deren Verwaltung und das Rendering in eine Filmdatei mache ich im Zusammenspiel mit Adobe Lightroom 5 und LRTimelapse 3 von Gunter Wegner. Dabei wende ich den neuen Workflow von Gunter an, welcher auch auf seiner Page und in seinem Buch erklärt ist. Grundsätzlich geht es darum einige RAW-Bilder anzupassen nach den eigenen Wünschen den Ausschnitt und die Änderungen dann mittels LRTimelapse auf alle Bilder einer Sequenz anwenden zu lassen. Im nächsten Schritt werden alle Bilder mit den Änderungen exportiert und dann von LRTimelapse in ein Videoformat mit 4K-Auflösung gerendert.

Apple Mac Pro

Der Mac Pro ist im Bilder-Export, welcher enorm viel Zeit in Anspruch nimmt, nicht massiv schneller als mein iMac. Wenn ich aber die Exportsequenzen kürzer mache und dafür aber mehrere solcher Prozesse laufen lassen kann ich die Cores des Mac Pro voll ausnützen, ich arbeite quasi parallel. Das funktioniert sehr gut und ohne Geschwindigkeitseinbussen – für grosse Projekte ist hier der Mac Pro definitiv ein Gewinn!

Das Rendering des Videofiles aus den Einzelbildern geht ziemlich zügig voran, wobei ich hier keinen direkten Vergleich mit ähnlicher Datenmenge beim iMac habe.

Mein Mac Pro war mit satten 32GB RAM ausgestattet

Mein Mac Pro war mit satten 32GB RAM ausgestattet

Videoschnitt

Ich nutze beim Videoschnitt immer Final Cut Pro X und so auch in diesem Projekt. Dort habe ich alle 4K-Videofiles nach dem LRTimelapse-Rendering importiert. Schon hier macht sich die Power des neuen Mac Pro deutlich bemerkbar, der Videoimport ist kein Vergleich zu meinem iMac – hier geht alles viel rasanter.
Dank der Auflösung von 4K konnte ich nun auch noch “Kamerafahrten” in 1080p auf dem 4K-Video machen ohne Auflösung zu verlieren. Dabei habe ich das komplette Material in Final Cut fertig zusammengeschnitten, vertont und dann exportiert. Auch im Schneideprozess viel mir die Mehrleistung auf, Szenen sind schneller gerendert und beim Export geht der Mac Pro dann richtig ab. Ich habe das Video in den Formaten 1080p, 720p und ProRes 422 in 12 Minuten mit Compressor gerendert, während ich für dieselbe Sequenz am iMac alleine für 1080p 13 Minuten benötigte.

Anschlüsse am Mac Pro - vor allem Thunderbolt und USB 3.0 ist gefragt!

Anschlüsse am Mac Pro – vor allem Thunderbolt und USB 3.0 ist gefragt!

Timelapse Resultat

Natürlich möchte ich euch auch das Endresultat meines Timelapse-Projekts nicht vorenthalten. Um was es im Video geht habe ich weiter oben erklärt, die Szenen sind so angepasst worden dass ich mit dem Video auf rund 1:30min Dauer komme – das Material würde aber wie erwähnt auch für ein 10 minütiges Video bei 30fps reichen. Feedback und Anmerkungen zum Video lese ich übrigens gerne:

Performance-Messung Mac Pro

Um die Performance meines Mac Pro Modells zu testen, habe ich wie üblich Geekbench als Benchmark benutzt und mir einen Score ermitteln lassen. Dank Geekbench lässt sich dieser mit anderen Gerätschaften vergleichen.

Apple Mac Pro Geekbench 3 Resultat (32bit)

Apple Mac Pro Geekbench 3 Resultat (32bit)

Mein Mac Pro Modell erzielte 3270 Punkte mit einem Core und satte 23’225 mit allen acht Cores zusammen. Das sind rund doppelt so viele Punkte wie ich mit meinem iMac und dem neusten MacBook Pro erzielte. Ein eindrücklicher Wert also.

Mac Pro - Liebe zum Detail

Fazit

Eindrücklich, wirklich eindrücklich was der Apple Apple Mac Pro in Sachen Videobearbeitung zu Leisten vermag. Man sieht hier klar das Potential in der Verarbeitung von grossen Datenmengen, leider fehlte mir aber ein 4K-Anzeigegerät um richtig in den Genuss zu kommen. Da der Mac Pro auch noch erstaunlich leise arbeitet, wären eigentlich alle Bedingungen von mir an ein Ablösegerät für meinen iMac vorhanden. Wenn da nicht der Preis wäre. Wie erwähnt, die geteste Konfiguration des Mac Pro schlägt mit 7579.- CHF zu Buch, während das “Einstiegsmodell” 3’399.-CHF kosten soll. Für Privatanwender die wirklich viel mit Videobearbeitung zu tun haben dürfte der Mac Pro sehr interessant sein und für berufliche Anwendungen in diesem Bereich sowieso.

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Testbericht: Garmin Edge 510 GPS Bike Computer

Der Garmin Edge 510 Bikecomputer

In den vergangenen zwei Monaten durfte ich den GPS/GLONASS Bikecomputer Edge 510 von Garmin testen. Dieses Gerät unterscheidet sich hauptsächlich dadurch vom Edge 810, dass kein Kartenmaterial verarbeitet werden kann. Dennoch kann man damit navigieren. Der Bikecomputer bietet alle Funktionen für ein ambitioniertes Training und es macht viel Spass, die vielen Kennzahlen aus seinen Rides mit seinen Buddies zu sharen. Der Testbericht basiert auf Edge Firmware 3.0, Android App Version 2.1 und Garmin Connect Modern.

Zu den technische Daten

  • Abmessungen: 52 x 86 x 24 mm
  • Gewicht: 80g
  • Wasseresistenz: IPX7 (30min@1m Tiefe)
  • Display: 176x220px mit resistivem Touch
  • Akkulaufzeit (Herstellerangabe): 20 hours GPS only, 15 hours GPS and GLONASS, 6 hours GPS and GLONASS with 100% backlight
  • Positionierung: GPS/GLONASS
  • Wireless Verbindungen: Bluetooth, ANT+ Anbindung für Pulsmesser, Powermeter, Cadence- und Speedmeter, und sogar Diagnosekörperwaagen
  • Elektrische Verbindung: Mini-USB zum Aufladen und für Übertragungen

Funktionen

  • Automatischer Upload ins Connect-Portal bei Bluetooth Verbindung mit Smartphone und installierter App
  • Live Track
  • Virtual Partner
  • Herzfrequenz
  • Geschwindigkeit
  • Uhr
  • Höhenmeter (barometrisch, GPS Kalibrierung wählbar)
  • Activities mit Freunden teilen via Garmin Connect
  • Kartenlose Navigation durch Courses
  • Trainingseinheiten erstellen und geführt trainieren
  • Alarme programmierbar (Zeit, Distanz, Kalorien, Herzfrequenz, Kadenz, Leistung)
  • Kalorienberechnung
  • Temperaturmessung
  • Autopause, Autolap
  • Autoscroll
  • Herzfrequenzzonen 0-5 Abstufungen definierbar
  • Anzeige der aktuellen Position (Koordinaten)
  • Laps (Teilstrecken speicherbar)

Verarbeitung und Haptik

Das Gehäuse hat eine angenehme Grösse, ist sehr robust und wasserdicht (IPx7). Das resistive Display funktioniert sehr gut auch mit Handschuhen, man muss allerdings etwas mehr Druck anwenden als bei einem kapazitiven Display. Durch swipen können die vorher zusammengestellten Pages gewechselt werden. Dies erfordert ein wenig Übung, da der Swipe manchmal als einfacher Druck interpretiert wird und deshalb das “Quickmenu” erscheint. Die beiden Tasten (Lap und Start/Stop) unter dem Display sind in jeder Situation und mit jeder Handschuhdicke leicht bedienbar. Die Kratzfestigkeit des Displays ist wegen der Swipe-Funktion mit Schlammspritzern auf dem Display sehr wichtig und überzeugt.

Der Edge510 trotzt härtesten Bedingungen problemlos

Der Edge510 trotzt härtesten Bedingungen problemlos

Activity Setup

Je nach Sportart (ich nutze es auch zum Joggen) und Einsatz (Rennen oder Training) kann man sich individuelle Kennzahlen zur aktuellen Activity anzeigen lassen. Im Activity-Profiles Menu kann sich Profile zusammenstellen (z.b. ein Navigations-, Velo- und Run-Profil). Einzelne Seiten ein- und ausschalten, die Anzahl Werte pro Seite und natürlich die Werte kann man selbst konfigurieren. Die Auswahl an Anzeigewerten ist riesig und befriedigt bestimmt jeden Statistikenthusiasten :

  • Kadenz (bei verbundenem Kadenz-Sensor): Kadenz, Kadenz-Durchschnitt, Kadenz-Lap
  • Kalorien (Bei eingegebenen Health-Daten und verbundenem HR-Sensor): Kalorien, Kalorien-Fett
  • Courses: Dist. zu Punkt, Dist. zu Ziel, Dist. übrig, Dist. zu nächst. Punkt, geschätzte Ankunftszeit am Ziel, geschätzte Ankunftszeit am nächsten Punkt, Fahrtrichtung, Zeit bis zum Ziel, Restzeit, Zeit zum nächsten Punkt
  • Distanz: Distanz, Distanz der Runde, Distanz der letzten Runde, Odometer
  • Höhe: Höhe ü.M., Steigung %, Total Anstieg, Total Abstieg, Vertikale Geschwindigkeit, Vertikale Geschwindigkeit Durchschnitt / 30s
  • Generell: Batteriestand, GPS Genauigkeit, GPS Signalstärke, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Temperatur, Tageszeit
  • Herzfrequenz (bei verbundenem HR-Gurt): Herzfrequenz, Herzfrequenz % Reserve, Herzfrequenz % Max, Herzfrequenz Durchschnitt, Herzfrequenz Durchschnitt % Reserve, Herzfrequenz Durchschnitt % Max, Herzfrequenz Runde, Herzfrequenz Runde % Reserve, Herzfrequenz Runde % Max, Herzfrequenz letzte Runde, Herzfrequenz Grafik, Herzfrequenz zu erfüllen, Herzfrequenz Zone
  • Navigation: Dist. zu Punkt, Dist. zu Ziel, Dist. übrig, Dist. zu nächst. Punkt, geschätzte Ankunftszeit am Ziel, geschätzte Ankunftszeit am nächsten Punkt, Fahrtrichtung, Zeit bis zum Ziel, Restzeit, Zeit zum nächsten Punkt (Gleich wie Courses)
  • Power (bei verbundenem Power Meter): Balance, Balance 3s Durchschnitt, Balance 10s Durchschnitt, Balance Durchschnitt, Balance Runde, Pedal Gleichmässigkeit, Leistung, Leistung % Functional Threshold Power (FTP), Leistung 3s Durchschnitt, Leistung 10s Durchschnitt, Leistung 30s Durchschnitt, Leistung Durchschnitt, Leistung Intensiy Factor, Leistung in kJ, Leistung Runde, Leistung Runde Max, Leistung letzte Runde, Leistung Max, Leistung Normalized Power (NP), Leistung NP Runde, Leistung NP letzte Runde, Leistung Training Stress Score (TSS), Leistung W/kg, Drehmoment Effektivität
  • Geschwindigkeit: Geschwindigkeit Durchschnitt, Geschwindigkeit Runde, Geschwindigkeit letzte Runde, Geschwindigkeit Max, Geschwindigkeit Zone
  • Timer: Runden, Zeit, Zeit durchnittl./Runde, verstrichene Zeit, Zeit/Runde, Zeit/letzte Runde
  • Workouts: übrige Kalorien, übrige Distanz, übrige Repetitionen, übrige Zeit

Nebst den Seiten kann man auf auf die Aktivität abgestimmte Alarme (z.b. wenn man ausserhalb seines gewünschten Pulsbereichs ist) oder auch Autofunktionen einstellen. Ich nutze z.B. die Autostop-Funktion beim Bike-Profil, nicht aber beim Run-Profil, weil mich auf dem Vitaparcours die Statistiken während den Übungen auch interessieren, der Log aber mangels Bewegung pausiert würde.

All diese Einstellungen sind direkt via Touch auf dem Gerät zu konfigurieren und können nicht im Connect-Portal gemacht werden. Dies stört aber gar nicht, das grosse Display erleichtert die Bedienung sehr.

Auswertung und Übertragung mit Garmin Connect

Das Online Portal Garmin Connect wird kostenlos zur Verfügung gestellt und liefert/konvertiert alle wissenswerten Daten aus Logs und stellt sie dar. Daneben werden auch Updates zur Verfügung gestellt welche man direkt mit einem bereitgestellten Browser-Plugin (Garmin Express für Windows und Mac) via USB auf das Edge510 laden kann. Auch Activities können so hochgeladen werden. Linux-User können Activities manuell via Dateibrowser ins Connect Portal laden, da das Edge510 als USB-MassStorage erkannt wird.

Die GPS Logdaten werden auf einer Karte visualisiert. Dabei kann man zwischen GoogleMaps, Bing oder OpenStreetMap wählen. Leider werden von einer Activity nur 200 Koordinaten auf Connect übertragen, was Die Auflösung bei längeren Touren stark limitiert. Deklariert man eine Activity nachträglich als eine Run, werden die Daten automatisch laufsportgerecht aufbereitet, beispielsweise wird die Geschwindigkeit in min/km statt km/h angezeigt.

Wenn man seine Activities mit anderen Leuten sharen will, muss man die Privacy-Settings anpassen. So kann man wählen zwischen “Only Me”, “My Connections”, “My Connections and Groups” und “Everyone”. Auch innerhalb der Activity kann man die Freigabe wählen. Z.B. kann man seine Heatlh Daten und Pulsdaten für alle anderen sperren.

Bei den Connections kann man sich mit seinen Freunden messen, wer mehr Distanz pro Woche zurücklegt. Dies kann die Motivation zusätzlich steigern. Mit Hilfe von Reports kann man seine gesammelten Daten über gewünschte Zeiträume hinweg betrachten.

Das Hauptmenu von Garmin Connect

Das Hauptmenu von Garmin Connect

Auswertung und Übertragung mit Android App

Die App stellt im Vergleich zum Onlineportal nur die wichtigsten Funktionen zur Verfügung. Sämtliche tiefergreifenden Eigenschaften von Activities, Courses und dergleichen können nur im Webbrowser gemacht werden. Dennoch bietet es alle nötigen Features. Nebst der Bluetooth-Anbindung stellt das App die Wetterdaten aus dem Internet bereit. Activities können grob ausgewertet werden, gepeicherte Courses können aufs Edge 510 übertragen werden und die Health Daten können direkt in die App aktualisiert werden.

Die Ansichten einer Activity im Android App

Die Ansichten einer Activity im Android App

Live Track

Live Track ist ein interessantes Feature, was v.a. den Social Media begeisterten viel Freude bereiten wird. Bei bestehender Bluetooth-Verbindung setzt man im App mit wenigen Clicks einen Live Track auf und kann den Link dazu direkt auf Twitter und/oder Facebook posten oder einfach Einladungen via Email versenden. Die Follower werden auf eine Garmin-Connect Seite gelinkt, wo die aktuelle Position in Echtzeit auf einer Karte sowie statistische Informationen zur bereits absolvierten Teilstrecke angezeigt werden.

So sieht ein Live Track aus für einen Follower

So sieht ein Live Track aus für einen Follower

Navigation

Wie bereits erwähnt, kann mit dem Edge510 ohne Kartenmaterial navigiert werden. Entgegen meiner Erwartung funktioniert dies sehr gut und ist ein super Feature, um neues Terrain zu erkunden. Man speichert sich einfach einen Log als sog. Course ab und fährt diesen anscchliessend ab. Dabei folgt man einer einfachen Linie, welche sich der Fahrtrichtung entsprechend ausrichtet. Sobald die Strecke nicht mehr geradeaus verläuft, weist das Garmin auf eine Abzweigung hin und zeigt die Distanz und Fahrzeit bis dahin an. Die Linie kann man auf die gewünschte Auflösung zoomen, damit man Abzweigungen auch schon vor dem Hinweis ablesen und ins Gelände interpretieren kann. Dank dem Log eines Freundes konnte ich so eine mir noch unbekannte Biketour alleine machen, ohne mich zu verfahren und sicher zu sein, auf dem richtigen Trail zu sein.

Anweisungen des Edge510 bei kartenloser Navigation

Anweisungen des Edge510 bei kartenloser Navigation

Man hat zwei Möglichkeiten, einen Course zu erstellen. Einerseits kann man sich in Garmin Connect eine Activity von einem Freund auswählen und auf seinem Profil als Course abspeichern. Den Course kann man sogar noch modifizieren. Auf Garmin Connect kann man darüber hinaus freigegebene Activities anderer Garmin-Usern “exploren” und diese als Course abspeichern. Andererseits kann man sich selbst durch Setzen von Wegpunkten auf der Karte einen Course zusammenklicken. Die gespeicherten Courses werden automatisch auf die App synchronisiert. Mit der App kann man den Course schliesslich via Bluetooth aufs Gerät laden, den Course öffnen und loslegen.

Erstellen von Courses in Garmin Connect

Erstellen von Courses in Garmin Connect

Sonstige Funktionen kurz erklärt

  • Virtual Partner: Zeigt lediglich den Vorsprung oder Rückstand gegenüber einem “virtuellen” Buddy, wobei man dessen Geschwindigkeit durch eine feste Durchschnittsgeschwindigkeit vorwählt. Der Stand zu seinem “Mitbestreiter” wird auf dem Display schliesslich visualisiert.
Die Virtual Partner Seite

Die Virtual Partner Seite

  • Altimeter: Das Höhenmeter arbeitet barometrisch. Die Logdaten können im Connect-Portal aber nachträglich noch mit bekannten Koordinaten automatisch kalibriert werden. Ein tolles Feature.
  • Autopause: Stoppt die Aufzeichnung bei Stillstand
  • Autolap: Erkennt und markiert eine Runde beim Abfahren eines gespeicherten Courses
  • Autoscroll: Wechselt die Pages mit den Zahlen in definierten Zeitabständen. Ich wurde damit nicht glückliche, deshalb hab ich die Funktion immer deaktiviert.
  • Herzfrequenzzonen: Man kann 5 Pulszonen einstellen (die Defaultwerte sind bereits ok). Dabei wählt man für jede Zone einen Range absolut oder relativ zur maximalen Herzfrequenz (z.B. 59-70%). Damit stimmt man die Zonen seiner Trainingsmethode an und braucht den optimalen Trainingsbereich (in % angegeben, da individuell) nicht ausrechnen.

Alltäglicher Gebrauch

Der sportliche Alltag mit dem Bikecomputer gestaltet sich sehr angenehm und motivierend. Mit dem Smartphone (mit eingeschaltetem Bluetooth) in der Tasche und umgeschnallten Pulsmesser schaltet man den Edge ein und innert ca. 10 Sekunden stehen die Bluetooth und ANT+ Verbindungen. Befindet man sich gleichzeitig unter freiem Himmel, wurde die GPS/GLONASS Position meist auch schon gefunden und das Gerät ist einsatzbereit. Bei Losfahrt wird die Bewegung erkannt und darauf hingewiesen. Man kann nun den Log mittels Starttaste beginnen. Das Edge weist einem sogar auf niedrigen Akkustand(inkl. Ladestand) des Smartphones hin!

Die lokale Wettervorhersage für den Tag kann man sich beispielsweise während der Fahrt durch Druck auf die Powertaste aufs Display holen. Meist wird das Wetter von einem Ort in der Nähe angezeigt (wahrscheinlich entsprechend der Datenbank von Garmin). Während der Übergangszeit ist die Zeit des Sonnenuntergangs eine nützliche Info ob beispielsweise Licht eingepackt werden soll. Die Anzeige der aktuellen Koordinaten war mir acuh schon von Nutzen, als ich mich mit Freunden auf einer Freeridetour im Ausland verfuhr. Dank den Koordinaten konnten wir unseren Standort auf der Faltkarte wieder finden.

Nach einer Aktivität beendet man den Log wieder mit der Start-/Stoptaste. Es wird gefragt ob man den Log verwerfen oder speichern will. Nach Speicherung beginnt automatisch der Upload ins Connect-Portal. Auf dem Smartphone kann man den Log danach sofort anhand von Zahlen, Graphen und mit Google Maps Karten auswerten. Den kurzen Run über Mittag kann man dank den Privacy-Settings einfach mit seinen Mitläufern teilen, auch wenn sie nicht bei Garmin Connect angemeldet sind.

Die Akkulaufzeit stellte sich bei meinen Einstellungen und Nutzung auf etwa 8 Stunden ein. Dies hat bisher immer ausgereicht und passt auch mit den Herstellerangaben (siehe oben) überein. Die GPS-Genauigkeit überrascht und ist meist besser als auf dem Gerät angezeigt.

Das Edge510 im alltäglichen Gebrauch

Das Edge510 im alltäglichen Gebrauch

Regelmässige Updates

Seit ich das Produkt benutze, sind bereits zwei Firmware-Updates und zwei Android-App Updates zur Verfügung gestellt worden. Die ersten Versionen hatten noch einige Bugs oder von mir aus fehlende Features. Mit den Updates auf Firmware Version 3.0 und Android-App Version 2.1 bin ich sehr zufrieden. An dieser Stelle ein Kompliment an Garmin!

Fazit

Der Garmin Edge 510 ist genau der Bikecomputer, den ich schon lange gesucht habe. Dank GPS kann man sich die Speedsensoren für jedes seiner Bikes sparen. Die Grundfunktionen decken alle Ansprüche und die vielen weiteren Auswertungsmöglichkeiten übertreffen die Erwartungen jedes Statistikfans. Mit CHF419.- erhält man eine nun sehr ausgereiftes Gerät mit qualitativ hochstehendem Zubehör. Der Garmin Connect Account ist gratis. Das sharen von Courses ist aus meiner Sicht das Highlight unter den vielen Features. Mit diesem Gerät macht Sport noch mehr Spass und motiviert auf jeden Fall, sich öfters in den Bikesattel zu schwingen.

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D-Link zeigt steuerbare Steckdose: DSP-W215 Wi-Fi Smart Plug

DSP-W215 Smart Plug

Internet of Things, smarte Geräte im Haushalt, das wird ein dominierendes Thema der nächsten Monate und färbt auch ab auf neue Produkte die auf den Markt kommen. So auch bei D-Link, von welchen ich schon einige Cloud Kameras getestet habe, welche einen smarten Steckdosenschalter präsentiert haben. Der DSP-W215 ist eine via App oder Regel steuerbare Steckdose, welche für rund 50.- $ erhältlich ist. Hierzulande soll es Herbst werden, bis der intelligente Schalter zu uns kommt.

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Awakening – Tolle Timelapse Aufnahmen aus Neuseeland

New Zealand TimelapseGestern wurde ich auf ein eindrückliches Timelapse Video aus Neuseeland aufmerksam. Dabei handelt es sich erfreulicherweise sogar um eine Serie von Timelapse-Aufnahmen, deren 4 Stücke sollen das Endpaket umfassen. Der erste Teil hat mich wirklich sehr beeindruckt, extrem tolle Aufnahmen und nach meiner Australien Reise Ende 2012, habe ich  jetzt auch das reissen Richtung Neuseeland. Schaut rein:

Mittlerweile wurde auch schon der zweite Teil der Reihe veröffentlicht, ebenfalls eindrücklich:

Da muss ich noch einiges lernen für meine Timelapse-Projekte

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Parrot präsentiert einen neuen Quadcopter “Bebop Drone”

Parrot Bebop Drone

Die Parrot AR.Drone hatte ich ja bereits schonmal im ausführlichen Test und der Hersteller hat seither nicht geschlafen und an einer neuen Drone gearbeitet. Die Parrot Bebop Drone wurde nun vorgestellt und enthält der Zeit angepasste Technik und soll trotzdem einfach zu steuern sein. Die Parrot Drone muss sich natürlich auch mit Modellen wie dem DJI Phantom messen, während ich meinen TBS Discovery Pro Quadcopter wiederum etwas höher angesiedelt sehe.

Parrot Bebop Drone

In dem Quadcopter ist eine 14-Megapixel-Kamera mit Fischaugenobjektiv verbaut. Diese liefert 1080p Videobilder und wird über einen 3-Achsen-Bildstabilisator betrieben – hört sich schonmal sehr cool an! Um die Drohne zu steuern und das Livebild zu übertragen ist ein WLAN Modul nach Standart 802.11ac verbaut mit 2.4GHz und 5GHz Antennen. So soll eine höhere Reichweite als bei den Vorgängermodellen erreicht werden – nämlich deren 300m. Zusätzlich verfügt die Drohne auch über GPS, so können bereits vorab Flugrouten programmiert werden, welche die Drohne abfliegen soll. Schaut doch im Video mal selbst:

Parrot Skycontroller mit Oculus Rift

Besonders spannen dürfte der Parrot Skycontroller werden. Der Skycontroller ist eine Wi-Fi Fernbedienung mit vier WLAN Antennen, welcher die Reichweite der Drohne auf 2km erhöhen soll. Dabei kann ein Smartphone oder Tablet direkt daran fixiert werden um ein Livebild des Fluggeräts zu haben.

Parrot SkycontrollerGesteuert wird dann wie so üblich über zwei Joysticks und der Clou am Ganzen ist die Kompatibilität zur 3D-Brille Oculus Rift. Dabei soll ein 3D-FPV-Flug möglich sein, wie ich das hier schonmal in einem Studentenprojekt vorgestellt hatte. Auch zum Skycontroller gibt es ein kurzes Video:

Fazit

Parrot zieht hier mit zwei neuen Produkten ihre Quadcopter-Serie weiter. Das Feature mit der Oculus Rift finde ich grandios, die Bebop Drohne selbst gefällt mir eigentlich nur ganz gut weil sie doch ziemlich kompakte Abmessungen hat (28x32cm) und somit auch für Ausflüge und Reisen praktisch wäre. Ich bin gespannt zu welchen Preisen die Produkte erhältlich sein werden und versuche mir ein Testmodell zu ergattern. Meinen TBS Discovery Pro mit FPV Setup kann die Parrot aber kaum verdrängen

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Suunto Ambit Geräte können nun mit Strava gekoppelt werden

Testbericht Suunto Ambit2S

Das Sportler Netzwerk Strava hat sich mittlerweile einen Namen gemacht und viele aktive Menschen haben am Portal ihren gefallen gefunden. Ab sofort können Besitzer von Suunto Ambit GPS Uhren, ihre Aktivitäten in die Strava Datenbank einspeisen. Wer sein Movescount.com Konto darauf einstellt, übermittelt die Daten sogar automatisch und ohne weitere Handgriffe an das System. Genau eine solche Kopplung bringt die nötige Möglichkeit die Daten direkt in Strava zu haben und alle manuellen Prozesse sind nun endlich überflüssig.

Strava kann nun in Movescount gekoppelt werden

Ich habe Strava bisher einfach genutzt wenn ich eine Bikeroute mit dem iPhone getrackt hatte, nun kann ich mir die Aktivitäten direkt von der Suunto Ambit2 S laden. Ich finde Strava eines der besten Online-Sportportale wo man sich auch Challenges stellen und sich mit Kollegen vergleichen kann. Aktuell läuft die sogenannte Sisu Challenge: Zwischen dem 17. Mai und 1. Juni sollen 65 Kilometer gelaufen werden, schafft man das, kann man vergünstigt eine Suunto Ambit 2R kaufen. Na dann, viel Erfolg euch allen…

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TBS Discovery Pro Projekt: Castles of Canton Aargau – Quadcopter Video

Castles of Canton Aargau - TBS Discovery ProIch habe mit meinem TBS Discovery Pro Quadcopter nach einigen Flügen zum Angewöhnen, damit begonnen geplante Aufnahmen zu machen. Leider hat dann in letzter Zeit das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und dieses Wochenende konnte ich dann aber zum Glück endlich die letzten Flüge machen. Total habe ich mittlerweile schon über 35km mit dem Discovery Pro zurückgelegt und nach wie vor gibt es Verbesserungspotential wenn man saubere Aufnahmen hinkriegen will. Die Resultate sind aber schon ansprechend und massiv besser aus als mit dem TBS Discovery, der noch keinen Gimbal zur Stabilisierung der GoPro Hero3 an Board hatte.
Ich nahm drei Aargauer Schlösser als Motiv für meinen Film mit dem Discovery Pro und wünsche euch viel Spass damit:

Für Youtube-Fans habe ich das Video auch auf Youtube publiziert. Für Feedback, Anregungen und besonders fürs Sharen & Liken des Videos bin ich dankbar.

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Mediacenter XBMC 13 verfügbar – optimiert für schwächere Hardware

XBMC Gotham

Mehr als ein Jahr ist es her, seit XBMC die Version 12.0 veröffentlicht hat und seit Sonntag gibt es das neue XBMC V13.0 “Gotham”. Wie schon beim letzten Update gibt es XBMC für nahezu alle Plattformen und mit dabei sind einige Verbesserungen und neue Features.  Besonders User von “schwacher” Hardware dürften sich freuen, denn XBMC 13 “Gotham” unterstützt nun Hardware-Decoding unter Android. Außerdem haben die Entwickler das Multimediacenter für schwächere Geräte wie das Raspberry PI optimiert. Nebst diesen Code-Optimierungen gibt es noch folgende Neuerungen:

  • Android Hardware Decoding: XBMC 13.0 unterstützt nun Hardware Decoding auf Android-Geräten. Hierzu gibt es nun zwei verschiedene Versionen von XBMC für Android, eine ARM und eine x86 Version.
  • Raspberry Pi und Android Geschwindigkeitsverbesserungen: Die Unterstützung für schwächere Geräte wurde stark verbessert, sodass XBMC nun auch auf einem Raspberry Pi flüssig läuft und die Ladezeiten für Bilder oder Videos wurden stark verbessert.
  • Stereoskopisches 3D Rendering: XBMC kann nun auch mit 3D-Filmen umgehen, die in den folgenden Formaten vorliegen: SBS, TAB, Anaglyph und Interlaced. XBMC unterstützt weiterhin keine 3D-BluRays.
  • Verbesserte Unterstützung von Touchscreens: Die Bedienung von XBMC auf Touchscreens wurde um Gesten während des Video-Playbacks erweitert, Wischgesten können im Menü verwendet werden.
  • Verbessertes UPnP: XBMC-Installationen können nun untereinander kommunizieren. So kann man zum Beispiel ein Video auf einem Gerät auswählen, auf einem anderen abspielen.
  • Verbesserungen der Audio Engine: Bessere Audioqualität und neue Einstellungen. Hat zur Folge, dass manche Nutzer eventuell neu einstellen müssen, was aber durch die vereinfachten Optionen nicht das Problem sein sollte.
  • Verbesserte Einstellungen: Die Einstellungen für XBMC wurden vereinfacht. Diese sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, sodass Anfänger ebenso in den Einstellungen herumwerkeln können wie XBMC-Vollprofis.
  • Verbesserte Untertitel-Suche: Die Suche nach Untertiteln soll sich für den Nutzer einfacher gestalten, dieser muss sich entscheiden, mit welchem Untertitel-Plugin man arbeiten möchte.

Viel Spass allen XBMC Usern mit dem Update oder beim Installieren. Ich werde dann mein Intel NUC Media Center Projekt mit XBMC 13 neu aufsetzen. (via)
Zusatz: Peter hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass auch das neuste OpenElec Build 4.0 mit XBMC 13 erschienen ist.

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Testbericht: Wilmaa Box – unabhängige und gute Box für TV-Konsum

Wilmaa Box Testbericht

Letzten Monat habe ich hier von der neuen Settop-Box namens Wilmaa Box berichtet. Wilmaa war bis anhin ein einfacher, browserbasierter Anbieter von TV-Übertragungen. So konnte man einfach am PC auch Live-TV schauen, mit der Wilmaa Box wagt sich die Firma an den heimischen TV vor. Konkurrenten sind da natürlich vor allem die Swisscom und Cablecom mit ihren hauseigenen Geräten, wobei aber Wilmaa den grossen Vorteil der Unabhängigkeit hat. Wilmaa Box läuft mit jedem bestehenden Internetanschluss (mind. 10MBit/s) in der Schweiz, egal wo. Das musste ich ausprobieren.

Wilmaa Box – Die Hardware

Die Wilmaa Box wird in einer unauffälligen blauen Schachtel geliefert und die Box selbst ist in einem matten schwar gehalten und unauffällig klein. Mitgeliefert werden nebst der Box auch zwei Fernbedienungen, Netzteil, HDMI-Kabel und Ethernet-Kabel. Anschlüsse sind die nötigsten vorhanden, nebst dem Netzteil-Eingang ist natürlich HDMI vorhanden, sowie Ethernet und SPDIF und ein Line-Out. Das Wilmaa HDMI und Ethernet-Kabel mitliefert ist sehr löblich und keinesfalls die Norm!

Wilmaa Box Anschlüsse

Wilmaa Box Anschlüsse

Einrichtung

Gleich vorab, well done! Wilmaa hat scheinbar verstanden, dass eine Einrichtung schnell und unkompliziert ablaufen soll. Ich habe die Wilmaa Box mittels Ethernet ans heimische Netzwerk angeschlossen, geht aber natürlich auch über WLAN. Wie einleitend bereits erwähnt funktioniert die Box mit jedem Internetanschluss, unabhängig vom Provider. Zur Einrichtung einfach die Box mittels HDMI am TV anschliessen und dem Einrichtungsassistenten am Bildschirm folgen. Die Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt, sogar mit Firmware-Update.

Wilmaa Box Testbericht

Wilmaa Box im Einsatz

Zappen & Replay

Nach der Einrichtung hatte ich sofort ein HD-Bild auf meinem Fernseher, gestochen scharf und ohne Ruckeln oder andere Probleme. Daher hier schonmal ein Plus, habe nicht erwartet, dass die Wilmaa Box direkt so gut funktioniert – Kompliment. So weit so gut, ich habe mich also gleich ins Menü geklickt und die 7 Tage Replay-Funktion ausprobiert – ebenfalls kein Problem. Die Sendungen werden von Wilmaa gar vorsortiert und ich konnte problemlos in der Primetime vom vergangenen Samstag in den Film “Da Vinci Code – Sakrileg” zappen. Sehr cool, so stelle ich mir das vor! Ebenfalls genial ist die Funktion, dass man beim Reinzappen in ein Programm das schon länger läuft, einfach auf Anfang springen kann obwohl die Sendung noch nicht abgeschlossen ist. Cloud sei Dank, sehr cool!

Wilmaa Box im Einsatz: Das Hauptmenü

Wilmaa Box im Einsatz: Das Hauptmenü

Ein wichtiges Kriterium beim Zappen ist die Reaktionszeit beim Senderwechsel, hier hat die Wilmaa Box erstaunlich gut bei mir abgeschnitten. Der Senderwechsel geht einigermassen zackig und ist durchaus vergleichbar mit jenem meines Fernsehers bei DVB-C Empfang. Somit also zufriedenstellend, habe aber auch gehört dass es stark von der Leitung abhängt, mit 150MBit/s von Cablecom habe ich da aber keine Probleme.

Die Wilmaa Box Apps: Der Filmbereich fehlt noch - sonst ist alles wichtige dabei

Die Wilmaa Box Apps: Der Filmbereich fehlt noch – sonst ist alles wichtige dabei

Aufnahme

Natürlich habe ich auch gleich die Aufnahme-Funktion ausprobiert. Habe einige Sendungen programmiert und diese Aufnahmen lassen, dazu kann man einen USB-Speicher (Flash oder HDD) an die Wilmaa Box anschliessen und diese wird dann als Aufnahme-Medium detektiert. Das Laufwerk wird übrigens nicht formatiert (toll) und direkt mit Aufnahmen gefüllt, welche man an der Box wiedergeben kann. Was mir an den Aufnahmen besonders gut gefällt, ist die Tatsache dass diese auch auf anderen Geräten abgespielt werden können. Pro Aufnahme werden drei Dateien abgespeichert, einerseits ein Vorschaubild (jpg), eine Infodatei und die eigentliche Filmdatei. Diese liegt als MPEG-2 Transport Stream (*.ts) vor und kann so beispielsweise auch problemlos mit einem Media Center abgespielt werden.

Nebst der Aufnahme auf einen USB-Speicher ist dies auch via Cloud möglich, ein späteres Abspeichern auf einem externen Medium ist dann aber nicht mehr möglich.

Wilmaa Box - Aufnahmefunktion

Usability & Allgemeines

Die Menüsteuerung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber eigentlich klar. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase kam ich mit der Box sofort gut zurecht. Was mich aber bis jetzt nervt ist der “Zurück”-Button auf der Fernbedienung. Vielerorts funktioniert er nicht, da muss man sich über die Menü-Taste zurück ins Menü bringen – wäre schön wenn Wilmaa hier nachbessert.

Gleichzeitiges Aufnahmen und TV schauen geht übrigens problemlos und ruckelfrei, kann mich an das alte Swisscom TV erinnern als das problematisch war, vor allem wenn jemand noch über dieselbe Verbindung am Surfen war.

Im Betrieb ist die Wilmaa Box übrigens flüsterleise, da hört man keine Lüfter oder Festplatten drehen (sind auch keine verbaut) und erfüllt damit meine Wünsche nach einer geräuscharmen Kulisse beim Fernsehen!

Wilmaa Box im Einsatz: Replay Funktion

Wilmaa Box im Einsatz: Replay Funktion

Kosten

Die Wilmaa Box kostet einmalig 199 Franken. Um Wilmaa damit nutzen zu können, werden 29 Franken pro Monat fällig. Anzahl Sender: 200+ (davon um die 40 in HD-Qualität). Wilmaa funktioniert aus lizenzrechtlichen Gründen ausschliesslich in der Schweiz.

Die Wilmaa Box wird mit 2 Fernbedienungen ausgeliefert.

Die Wilmaa Box wird mit 2 Fernbedienungen ausgeliefert.

Fazit

Ich bin positiv überrascht über die Wilmaa Box. Direkt nach dem Launch hat Wilmaa die Box mit gut funktionierender und ausgereifter Firmware ausgeliefert und die Nutzer spielen keine Beta-Tester, wie man das sonst auch schon erlebt hat. Die Replay Funktion und die hochauflösenden Sender machen extrem viel Spass und dass ich dank Wilmaa endlich Aufnahmen auch auf einem USB-Speicher ablegen kann, finde ich toll. Hier macht Wilmaa der Konkurrenz deutlich was vor und dabei ist die Box auch noch unabhängig einsetzbar. Well done – bin auf weitere Funktionen gespannt!

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Testbericht: Sony Xperia Z1 Compact – viel Performance auf kleinem Raum

Sony Xperia Z1 Compact

Ich hatte das Sony Xperia Z1 hier schon einmal ausführlich getestet und mir scheint es als hätte Sony meine Kritikpunkte mitgelesen. “Einzig das hohe Gewicht stört ein wenig und in meinem Fall (persönliche Vorliebe) auch die Tatsache, dass 5″ Phones einfach nicht mehr einhändig bedienbar sind.” War meine damalige Aussage und genau diese beiden Kritikpunkte sollen mit dem neuen Xperia Z1 Compact aus dem Weg geräumt werden. Da war klar, dass ich mir das Gerät auch anschauen muss – wenn Sony schonmal auf mich hört ;-)

Technische Daten

  • Display: 4.3″ HD-TRILUMINOS™-Display mit 1280 x 720 Pixel
  • Prozessor: 2.2 GHz Qualcomm Snapdragon 800 (MSM8974) Quad-Core-Prozessor
  • Arbeitsspeicher: 2 Gigabyte
  • Festspeicher: 16 Gigabyte  (erweiterbar per microSD)
  • Kamera: 20.7 Megapixel-Kamera mit 1/2,3″ Exmor RS® Sensor von Sony
  • Merkmale: Gehäuse ist Wasserdicht (IPX5 und IPX8), sowie Staubgeschützt (IP5X)
  • Akku: 2.300 mAh
  • OS: Google Android 4.3 (Jelly Bean)

Sony Xperia Z1 Compact Rückseite

Verarbeitung & Haptik

Das Sony Xperia Z1 Compact ist ebenso hochwertig verarbeitet wie der grosse Bruder Xperia Z1. Vor allem die Seitenränder aus Aluminium mit den verbauten Tastern gefällt mir sehr gut, alles ist schön passend und schnörkellos verbaut. Die Rückseite ist anfällig auf Fingerabdrücke, aber damit kann man gut leben. Die wasserdichte Bauweise mit den Abdeckungen für Anschlüsse schützt das Xperia Z1 Compact nach IP55- und IP58-Zertifikat. Das Gewicht ist von 170 auf 137 Gramm geschrumpft und es wirkt damit angenehm leichter in der Hand. Allgemein habe ich wieder festgestellt, das für mich grosse Smartphones wie das Z1 einfach nicht so angenehm zu halten sind wie das Z1 Compact. Ich kann das Compact mit einer Hand gut bedienen, es liegt einfach besser in der Hand als so ein “Riesenmöbel”. 

Sony Xperia Z1 Compact ist wasserdicht dank Abdeckungen an den Anschlüssen.

Sony Xperia Z1 Compact ist wasserdicht dank Abdeckungen an den Anschlüssen.

Kamera

Die verbaute Kamera mit ihrer hohen Auflösung ist die baugleiche zum Sony Xperia Z1 welches ich ja schon getestet hatte. Daher verweise ich auf die Testbilder im eigens dafür angelegten Album auf Flickr. Zu erwähnten gilt es, dass die enorme Auflösung von 20.7 Megapixel nur im manuellen Modus abrufbar sind, im den Automatik-Modi ist die Auflösung auf deren 8 Megapixel beschränkt. Ein Zusammenschnitt der Videoqualität gibt es im folgenden Video:

Display

Das Display des Z1 Compact misst 4.3 Zoll und eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel und kommt so auf eine Pixeldichte von 341 ppi. Das ist kein Topwert in der Smartphone-Welt, aber man muss sich schon Mühe geben um einzelne Pixel von blossem Auge zu erkennen. Mir gefällt am Display dass es auch unter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist, dass ist der hohen Helligkeit zu verdanken und das man es auch aus dem Winkel gut ablesen kann. Alles in allem ein gutes Display, das für meine Zwecke völlig ausreicht.

Sony Xperia Z1 Compact

Xperia Transfer Mobile-App

Direkte Übertragung von Smartphone zu Smartphone

Mit Xperia Transfer Mobile kannst du Inhalte direkt von deinem alten Smartphone auf dein neues Xperia übertragen. Lade einfach die Xperia Transfer Mobile-App auf dein Xperia herunter und aktiviere sie. Für den Transfer deiner Inhalte von einem iPhone auf dein Xperia Smartphone verwendest du das Xperia Transfer Kabel. Wenn es sich bei deinem alten Smartphone um ein Android-Gerät handelt, wird eine Verbindung mittels PIN-Code oder über NFC hergestellt. Wähle anschließend die zu übertragenden Inhalte aus.

Ich hab das gleich mal mit meinem iPhone 5S probiert, dabei muss man das Gerät entsperren und das per USB verbundene Gerät als vertrauenswürdig einstufen – danach kann es losgehen. Das Xperia Z1 Compact zieht sich also nun “alle” Daten von meinem iPhone runter, wer also umsteigen möchte, für den dürfte das genau das richtige sein. Bei mir hat das mit Bildern, Notizen, SMS und Kontakten problemlos geklappt. Bei den Apps geht das ebenfalls, sofern diese auch auf Android verfügbar sind. Ich war erstaunt wie gut das Ganze ablief, tolle Sache!

Sony Xperia Z1 Compact mit Transfer Mobile Kabel

Sony Xperia Z1 Compact mit Transfer Mobile Kabel

Performance

Sony hat ja versprochen dass das Z1 Compact so performant wie der grosse Bruder Z1 sein soll, dass wollte ich natürlich genau wissen. Wiederum habe ich hier die Messung mit dem Geekbench 3 Benchmark gemacht. Damit sind die Resultate auch vergleichbar mit jenen der anderen Smartphone Tests, welche ich durchgeführt habe. Im Single-Core Test liegt das Z1 Compact mit 931 Punkten sogar vor dem Z1 (920), während die Multi-Core Unterstützung beim Z1 mit 2778 gegenüber den 2141 bei der kompakten Version besser abschneidet. Wie dem auch sei, in der täglichen Benutzung ist kein merklicher Unterschied spürbar!

Geekbench 3 Resultate für Xperia Z1 Compact

Geekbench 3 Resultate für Xperia Z1 Compact

Fazit

Das Sony Xperia Z1 Compact hat mich überzeugt, Sony hat trotz kleineren Abmessungen quasi dieselben Komponenten verwendet wie beim grösseren Gerät. Bei Android-Smartphones kenne ich kein vergleichbares High-End Modell mit solchen Abemssungen und dann auch noch mit einer extrem hochauflösenden Kamera. Wer also viel Technik in kompakter Bauweise sucht, der dürfte mit dem Xperia Z1 Compact sehr zufrieden sein. Dass das Gerät auch noch wasserdicht daher kommt, ist das Tüpfelchen auf dem “i” und man muss sich bei einer Bike-Tour keine Sorgen machen, falls das Smartphone im Rucksack auch mal nass wird.

Das Sony Xperia Z1 Compact gibt es in verschiedenen Farben (weiss, schwarz, pink und gelb) ab 468.- CHF zu kaufen. In Deutschland gibt es das kleine Android-Smartphone für 429.- €.

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