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EnviR Energiemonitor: Energieverbrauch in Echtzeit mit online Auswertung

Testbericht Envir EnergiemonitorAnfangs 2012 habe ich mit dem Wattcher ein genial Energiemessgerät ausprobiert und war nicht der einzige der gerne den Stromverbrauch loggen wollte. Nun rund eineinhalb Jahre später hätte ich gerne eine komfortablere Lösung die meinen Verbrauch auch loggt und man vielleicht noch online auswerten kann. Dabei bin ich auf energiebewusstsein.ch aufmerksam geworden und dort hat man mir ein Produkt empfohlen, dass ich gerne mal ausprobieren wollte und hier vorstelle. Es handelt sich um den EnviR-Monitor in Kombination mit dem Optismart Leser und einer Bridge für die Anbindung ans Internet.

Was kann der EnviR-Monitor und OptiSmart?

Der OptiSmart-Leser ist wohl die einfachste Möglichkeit die verbrauchte Energie im Haus oder einer Wohnung zu messen. Vom Prinzip her mit dem Wattcher zu vergleichen wird einfach die blinkende LED am Stromzähler ausgelesen. Diese LED wird mit dem OptiSmart Leser registriert und somit kann der aktuelle Stromverbrauch bestimmt werden.

Der EnviR-Monitor dient der Darstellung der gemessenen Daten. Diese werden alle 6 Sekunden per Funk vom Zählerkasten ins Haus übermittelt und sind am Monitor einsehbar. Dieser zeigt folgende Daten an:

  • Echtzeit Energieverbrauch Ihres Hauses /Wohnung (Energiewerte werden alle 6 Sekunden vom Transmitter via Funk zum EnviR-Monitor übertragen)
  • Zeigt den Energieverbrauch in kWh und umgerechnet in Geld an
  • Zeigt Ihnen Historische Daten an, für den aktuellen Tag, für die Woche und für den Monat
  • Erlaubt Ihnen sehr rasch ein Bewusstsein für Ihren Energieverbrauch zu erhalten
  • Ermöglicht Ihnen das Anschliessen und Anzeigen von bis zu 9 weiteren Transmittern, respektive Individuelle Gerätemonitore (IAM)
  • Erweiterbar mit NetSmart (Ethernet-Bridge) zum Anschauen Ihrer Energiedaten auf my.currentcost.com
  • Speichert intern die historischen Daten von bis zu 10 Jahren
Envir Monitor und Leser vor der Installation am Stromzähler

Envir Monitor und Leser vor der Installation am Stromzähler

Einrichtung

Bei solchen Energiemessgeräten stellt sich doch immer die Frage wie einfach die Einrichtung ist und vor allem ob Sie auch von einem Laien ohne grosse elektrische Kenntnisse ausgeführt werden kann. In diesem Fall kann ich das schon einmal mit ja beantworten. Das wichtigste ist dabei den Stromzähler  zu lokalisieren und danach erfolgt die Einrichtung mittels des OptiSmart Lesers.

Installation OptiSmart-Lesers

Auf dem Stromzähler sollte eine blinkende LED mit der Bezeichnung „kWh“ blinken, in einigen Fällen liegt nebst dieser auch eine zweite LED. Das ist eine Infrarot-LED, das blinken darauf ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Diese sollte man aber für die Montage des OptiSmart-Lesers nutzen, dazu wird einfach die Halterung darüber aufgeklebt und der Leser darauf montiert. Vor dem Kleben empfehle ich noch den Leser darüber zu halten, dessen LED sollte synchron zur LED des Stromzählers blinken.

Envir Optismart-Leser am Stromzähler anschliessen

Envir Optismart-Leser am Stromzähler anschliessen

Verbindung Leser und Monitor

Jetzt gilt es nur noch den Transmitter anzuschliessen und ihn im Tableau zu platzieren. Ich habe meinen einfach hingestellt und die Antenne ganz ausgezogen. Für die Erstverbindung habe ich den Monitor gleich daneben auf dem Werkbank gestartet und gemäss Anleitung den Transmitter gesucht. Das war kein Problem, schnell gefunden und gleich verbunden. Danach ist es enorm wichtig für die spätere Funktion, das man die Verbindung von Kanal 9 (standard) auf Kanal 0 umstellt, das ist ebenfalls in der Anleitung beschrieben, wird aber schnell mal übersehen.
Ich konnte den Monitor nun mit ins Haus nehmen und habe ihn schlussendlich grossem Abstand zum Tableau im Wohnzimmer platziert, die Verbindung klappt problemlos. Das hat mich erstaunt, trotz einigen Wänden und dem Metallkasten um den Transmitter – das ist genial!

Envir Transmitter im Kasten des Stromzählers, trotzdem hohe Reichweite.

Envir Transmitter im Kasten des Stromzählers, trotzdem hohe Reichweite.

Verbindung zum Webportal

Nebst dem Monitor kann man sich mit die im verlinkten Package enthaltene Netsmart Ethernetbridge installieren. Diese wird hinter den Monitor angeschlossen und versorgt diesen dann auch gleich mit Strom, die Bridge selbst wird per Ethernet ans Internet angeschlossen. Nun kann man sich auf my.currentcost.com anmelden und die Seriennummer der Bridge eingeben. Damit wird euer Konto mit der Bridge verknüpft und eure Energiedaten landen auf dem richtigen Konto. Hier gibt es zwei Dinge zu beachten. Einerseits muss für den Datenupload zwingend Kanal 0 auf dem Monitor verwendet werden (wie vorhin erwähnt) und andererseits dauert der erste Upload ein wenig. Also nicht verzweifeln wenn auf dem Portal die ersten 1-2 Stunden noch keine Daten erscheinen.

NetSmart - Ethernetbridge für den Upload der Daten auf my.currentcost.com

NetSmart – Ethernetbridge für den Upload der Daten auf my.currentcost.com

Energiemonitor – Den Energieverbrauch immer im Auge!

Alles installiert, Envir läuft und das Webportal auch. Jetzt kann ich mir auf dem Monitor ständig einen Blick auf meinen aktuellen Stromverbrauch gönnen. Das Display ist dabei sehr übersichtlich und zeigt mir immer gleich den Energieverbrauch aktuell an, sowie Zeit und Temperatur. Ich habe auch eine Übersicht der letzten 30 Tage, wobei ich das Gerät erst rund 10 Tage im Einsatz habe und dieser nicht stimmt. Die Kosten habe ich auch gleich angezeigt, wobei ich diese nicht korrekt eingetragen habe, da das Gerät leider (noch) nicht zwischen Hoch- und Niedertarif unterscheiden kann.

My Currentcost Portal mit dem Envir Energiemonitor

My Currentcost Portal mit dem Envir Energiemonitor

Viel interessanter und für mich auch ein Killerkriterium bei der Anschaffung war die Möglichkeit der Online-Auswertung. Hierzu werden die Daten auf  my.currentcost.com geloggt und man kann diese Tage- oder Wochenweise auswerten, bzw. darstellen lassen. In der obigen Grafik ist die Tagesansicht meines Envir dargestellt, die Energiespitzen kommen von der Wärmepumpe. Nebst dem Energieverbrauch wird auch die Temperatur geloggt, finde ich ganz spannend die Kombination!

My Currentcost Portal in der Wochenansicht

My Currentcost Portal in der Wochenansicht

In dieser Grafik ist die Wochenansicht zu sehen, hier werden verbrauchte kWh, CO2 und Kosten pro Tag dargestellt. Natürlich lassen sich die Daten auch unterwegs mobil abrufen, dazu einfach das mobile Portal von currentcost ansurfen. In diesem Punkt sehe ich auch gleich den einzigen Nachteil der Geschichte, bzw. des Portals. Eine eigene App würde ich der mobile Website vorziehen.

Genial am Webportal ist übrigens das Download-Feature. Man kann sich die geloggten Daten über die letzten 7 Tage als .csv-Datei runterladen und in einem eigenen Tool der Wahl analysieren – sehr praktisch!

 

Envir Energiemonitor im Einsatz

Envir Energiemonitor im Einsatz

Fazit

Der Envir Energiemonitor zusammen mit dem Netsmart Gerät ist definitiv eine der besten Anschaffungen die ich in letzter Zeit tätigte. Für vergleichsweise wenig Geld erhält man ein ausgereiftes Produkt, welches dank Netzanbindung endlich eine einfache Möglichkeit bietet den heimischen Energieverbrauch zu überwachen. Die einfache Installation über die LED am Stromzähler macht die Sache für jederman installierbar und funktioniert einwandfrei. Wenn ein App-Programmierer hier mitliest, eine tolle Auswertungsapp für iOS/Android/Win8 wäre genial.

Den EnviR-Monitor in Kombination mit dem Optismart Leser und einer Bridge für die Anbindung ans Internet gibt es aktuell vergünstigt für 143.90 CHF zu kaufen bei energiebewusstsein.ch.

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Sonos Play:1 – Sonos erweitert Wireless Speaker Palette

Sonos Play 1Ich plane derzeit zu Hause auf das Sonos System zu setzen um mehrere Räume zu beschallen und das möglichst einfach und doch mit vielen Möglichkeiten und Erweiterbarkeit. Bis anhin waren die Play 3 und Play 5 die beiden Lautsprecher die ich ins Auge gefasst habe und heute hat Sonos die Speaker-Serie erweitert. Der Sonos Play 1 ist das Einstiegs- bzw. Kompaktmodell der Sonos-Serie.

Was ist Sonos?

Das Sonos Wireless HiFi System erfüllt dein Zuhause mit Musik. Sonos bietet Wireless-Lautsprecher und Komponenten mit der leistungsstarken Kombination aus HiFi-Sound und absolut zuverlässiger Wireless-Leistung in einem intelligenten System, mit dem du jeden Song der Welt von einer beliebigen Quelle aus in jedem Raum abspielen kannst.

Sonosy Play 1 und iPad

Sonos Play:1

Der Sonos Play:1 ist der kleinste Lautsprecher der Sonos Serie und löst damit den Play:3 ab. Doch wer Sonos kennt, weis das man trotzdem von hoher Qualität und gutem Sound ausgehen kann. Der Würfel ist wohl vor allem für Betrieb mit zwei Stück gebaut und natürlich ideal als Rear-Speaker sollte man sich mit Sonos ein Homecinema einrichten. Wie die anderen Modelle läst sich der Play:1 einfach über die Tasten an der Oberseite steuern. Einmal Wiedergabe/Pause drücken zum Starten oder Beenden der Musik, zweimal drücken, um zum nächsten Titel zu springen. Cool!

Genial und wirklich durchdachte finde ich am Play:1 zwei Punkte: Einerseits die vorbereitete Bohrung für die Wandhalterung. So verfügt er über einen Standardeinsatz mit 1/4″ 20-Gewinde, der an die meisten Wandhalterungen angebracht werden kann. Andererseits ist er feuchtigkeitsbeständig. Das heisst man kann den Lautsprecher auch durchaus im Badezimmer verwenden, auch während man unter der Dusche stehst.

Der PLAY:1 besitzt zwei perfekt abgestimmte Verstärker der Klasse D, einen 3,5”-Mitteltöner zur originalgetreuen Wiedergabe mittlerer Frequenzen und tiefer Bässe sowie einen Hochtöner für klare und exakte Wiedergabe hoher Frequenzen. Kein anderer Wireless-Lautsprecher dieser Größe liefert einen so satten, klaren HiFi-Sound.

 

Sonos Play 1 Details

Fazit

Ich werde Sonos Play:1 definitiv ins Auge fassen. Vor allem zum Betrieb im Badezimmer oder Küche sicher genial. Wer sich die Sonos Playbar als Heimkino-Anlage eingerichtet hat, kann sie Play:1 auch als ideale Ergänzung für Rear-Speaker holen. Mir gefällt das Produkt und hat seinen Reiz, das ich auf Sonos umstelle steht so ziemlich sicher fest!

Preise & Verfügbarkeit

Sonos Play:1 ist in Deutschland für 199.- € erhältlich, die Preise für die Schweiz habe ich noch nicht erhalten. Er wird  Der Play:1 ist ab Ende Oktober erhältlich und gibt es in den Farben schwarz und weiss. Bis 31.Dezember erhält außerdem jeder Käufer eine Bridge im Wert von 49 Euro gratis dazu.
In der Schweiz wird Sonos Play:1 zum Beispiel von DataQuest vertrieben.

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Fitbit Force – Aktivitätstracker und Smartwatch in einem?

Fitbit Force

Letzte Woche habe ich es noch als ziemlich sicheres Gerücht hier präsentiert, mittlerweile ist es definitiv. Fitbit Force heisst das neue Topmodel der Aktivitätstracker bei Fitbit. Wie schon erwähnt ist Fitbit scheinbar auf Kundenwünsche eingegangen und so beinhaltet das Armband auch ein Display, was beim Fitbit Flex oft bemängelt wurde. Auf dem integrierten OLED-Display lassen sich verschiedene Daten direkt ablesen, toll liest sich auch der Funktionsumfang des neuen Trackers:

  • Schrittzähler
  • Distanzzähler
  • Kalorienzähler
  • Treppen- und Stufenzähler
  • Schlafdauer
  • Uhrzeit
  • Stoppuhr
  • Wecker

Seitlich ist ein Button angebracht über den sich das Display aktivieren lässt, so kann man etwas Strom sparen. Der Button steuert auch die Funktionen des Fitbit Force und startet bei längerem drücken zum Beispiel direkt die Stoppuhr bei sportlichen Aktivitäten.

Produktvideo

Einen guten Überblick über die Funktionen und Möglichkeiten des Fitbit Force zeigt das folgende Werbevideo:

Smartwatch Funktionalität

Fitbit will mit dem Force scheinbar versuchen auch ein wenig vom Smartwatch-Trend abzugreifen. So soll Fitbit eine Anrufbenachrichtigung ins Armband integrieren. Damit ginge das Tracking-Armband fast schon als Smartwatch durch. Weitere Funktionen sind so natürlich denkbar dank der Bluetooth 4.0 Schnitstelle.

CALL NOTIFICATIONS COMING SOON

As part of an upcoming firmware update, with Apple iOS 7 4S and higher Smartphones you can choose to receive incoming call notifications right on your wrist when your phone is nearby.

Fitbit Force seitlich

Preis & Verfügbarkeit

Der Fitbit Force Fitness Tracker wird in den Farben schwarz und blau-grau angeboten und kostet 129$. Bislang wird das Fitness-Armband lediglich in den USA angeboten. Wann es hier auf den Markt kommt, ist bisher nicht bekannt.

Fazit

Ich bin nach wie vor vom Fitbit Flex überzeugt und er ist der bisher einzige Tracker den ich wirklich über längere Zeit schon trage. Wenn ich nun sehe was Fitbit mit dem Force bieten will, sehe ich einerseits dass der Hersteller klar auf Kundenbedürfnisse eingeht (Treppenzähler zurück & Display) verbaut und andererseits innovativ mitdenkt und versucht Smartwatch Funktionalität einzubringen. Mir gefällts auf jeden Fall, das Fitbit Force werde ich mir definitiv besorgen – wie siehts bei euch aus?

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Schönes Timelapse Video der Sternwarte Mauna Kea auf Hawaii

Observing the Heavens

Zum Wochenende mal wieder ein schönes Timelapse Video. Diesmal von Fotograf und Astronomie-Student Sean Goebel. Er hat die Sternwarte Mauna Kea auf Hawaii mit seiner Ausrüsteung während dem Frühling und Sommer 2013 sieben Tage lang aufgenommen. Die Laserstrahlen sind übrigens echt, geil oder?

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Testbericht: Sony QX100 Revolution der Smartphone Fotografie?

Testbericht Sony DSC-QX100

Der nachfolgende Test-/Praxisbericht zur Sony QX100 stammt von Patrik Walde als Gastbeitrag.

Technische Revolutionen gibt es ja in letzter Zeit in der Sparte Fotografie eher wenige, daher würde ich die neue QX100 von Sony doch zu einer solchen zählen. Da ich neuen Technologien gegenüber immer aufgeschlossen bin, nahm ich dies zum Anlass, die neue QX100 genauer unter die Lupe zu nehmen. In diesem Praxistest möchte ich Euch meine Erfahrungen mit der Sony QX100 mitteilen. Es handelt sich dabei nicht um einen technischen, sondern eher um einen praktischen Test, welcher meine persönliche Meinung und Interessen widerspiegelt.

QX100 oder QX10?

Sony hat gleich zwei unterschiedliche Modelle auf den Markt gebracht: die QX100 und die QX10. Die QX100 preist Sony für Fr. 499.00 und die QX10 für Fr. 229.00 an. Die QX10 hat mit 25–250 mm einen grösseren Brennweitenbereich als die QX100, welche „nur“ eine Brennweite von 28–100 mm abdeckt. Ebenfalls sehe ich die QX10 eher im Einsteigerbereich und die QX100 hingegen für den ambitionierten Hobbyfotografen. Da ich Kameras mit großen Sensoren bevorzuge, habe ich mich für die teurere QX100 mit einem 1“ Sensor entschieden. Dieser Praxisbericht bezieht sich daher auf die QX100, wobei vieles auch auf die QX10 übertragen werden kann.

Einsatzzweck

Sony wirbt für den Einsatz dieser Kamera als Ergänzung zu einer Handykamera. Sollte die Handykamera einmal nicht das gewünschte Resultat abliefern, kann man die QX100 oder die QX10 vor das Handy schnallen. Ich stehe dem geplanten Einsatzzweck eher skeptisch gegenüber, weil diese beiden Kameras auch ohne Display durch die runde Bauform nicht gerade klein sind. Da entscheide ich mich doch eher für die technisch baugleiche Sony RX100 mit eingebautem Display als Hosentaschenkamera. Ich sehe die Kamera eher im spezialisierten Einsatz, dort wo es nur schwer möglich ist, den Bildausschnitt und den Fokuspunkt auf dem Display zu kontrollieren. Als Einsatzort sehe ich die Kamera auch in der bodennahen Makrofotografie oder an speziellen, unzugänglichen Orten, um z.B. eine Dachrinne oder einen Kanal zu kontrollieren. Dank dem eingebauten Stativgewinde kann die Kamera an einer Stange oder einem Stativ befestigt werden und ist daher flexibel einsetzbar. Ebenfalls kann diese Kamera sehr gut für Selbstportraits oder Videoaufnahmen verwendet werden, wobei das Bild stets auf dem Handy oder Tablet kontrolliert werden kann.

Sony QX100 mit dem iPhone gekoppelt

Verarbeitung – erster Eindruck

Die Kamera macht in Sachen Qualität auf den ersten Blick einen zweischneidigen Eindruck. Als erstes deutet das Kunststoffgehäuse nicht gerade auf eine hochwertige Verarbeitung hin, auf den zweiten Blick sticht jedoch das Carl-Zeiss-Logo ins Auge, was doch eher auf eine qualitativ hochwertige Kamera schließen lässt. Wobei Carl Zeiss natürlich nur der Objektivlieferant der Kameras ist und nichts mit der Verarbeitungsqualität der QX100 zu tun hat. Nach ca. einer Woche im Einsatz und sanftem Umgang hat das Kameragehäuse jedoch bereits einige Kratzer und Dellen abbekommen.

Die Kamera

Anbei möchte ich noch auf ein paar technische Eigenschaften der Kamera eingehen. Der Exmo R CMOS Sensor der QX100 hat eine Grösse von 13,2 x 8,8 mm (was 1″ entspricht) und zeichnet ca. 20.2 Mio. Pixel auf. Die maximale Bildgröße beträgt 5472 x 3648 Pixel.

Die Carl-Zeiss-Optik besitzt einen optischen 3.6x-Zoom und deckt, wie bereits erwähnt, eine Brennweite von 28–100 mm (KB-bereinigt) ab. Die max. Blendenöffnung beträgt bei 28 mm f1.8 und bei 100 mm f4.9, die kleinste Blendenöffnung beträgt dagegen „nur“ f11. Das Objektiv ist also vor allem im Weitwinkelbereich sehr lichtstark. Die Blende kann im Blendenprioritätsmodus manuell eingestellt werden, eine manuelle Eingabe der Belichtungszeit ist nicht möglich.

Die Fokussierung erfolgt automatisch oder manuell. Wenn man die Fokussierung nicht der Kamera überlassen möchte, reicht ein Drücken auf die gewünschte Stelle auf dem Handydisplay, die Kamera stellt danach automatisch auf diesen Punkt scharf. Ebenfalls besitzt die QX100 eine Gesichtserkennung, und es ist möglich, manuell an der Kamera zu fokussieren. Ein Autofokus-Hilfslicht für schlechte Lichtverhältnisse fehlt hingegen.

Die QX100 hat vier verschiedene Automatikprogramme eingebaut. Die ISO-Empfindlichkeit reicht von ISO 160–6400, im „hervorragenden Automatikmodus“ sogar bis ISO 25600. Motivprogramme besitzt die Kamera hingegen keine.

Die Fotos und Videos werden auf eine Memory Stick Micro- oder microSD-Speicherkarte gespeichert, welche nicht im Lieferumfang enthalten sind. Gleichzeitig wird das Foto ebenfalls noch in das Smartphone/Tablet übertragen, wobei man wählen kann, ob das Originalbild oder nur eine verkleinerte 2 MB Variante gespeichert werden soll. Videos werden nur auf der Karte gespeichert und nicht auf das Smartphone/Tablet übertragen.

Die Kamera wird durch einen Lithium-Ionen-Akku gespeist, welcher laut Hersteller für ca. 220 Fotos  oder ca. 110 Min. Videoaufnahmen reichen sollte. Der Akku-Stand wird in 4 Stufen in einem kleinen eingebauten Display angezeigt. Die QX100 bringt um die 180 g auf die Waage und ist mit einem Durchmesser von 63 mm und einer Tiefe von 56 mm nicht gerade für die Hosentasche geeignet.

An der Kamera selber befindet sich ein Ein/Aus-Schalter, ein Auslöse-Knopf, ein Reset-Schalter und ein Taster für das Zoom. Vorne an der Kamera befindet sich noch ein Drehring, womit man die Schärfe manuell steuern kann. Des Weiteren befindet sich an der Rückseite das Akku-Fach.

Sony QX100 Beispielaufnahme mit Offenblende

Sony QX100 Beispielaufnahme mit Offenblende

Handhabung

Die Kamera wird via Wi-Fi mit dem Handy verbunden und über das Gratis-APP PlayMemorys mobile von Sony gesteuert. Das App ist für iPhone und Android erhältlich. Da ich selber ein iPhone besitze, wollte ich den Test auch mit dem iPhone durchführen. Ich habe das App PlayMemories Mobile von Sony im App-Store heruntergeladen und danach, wie in der Anleitung beschrieben, in den Einstellungen die Wi-Fi-Verbindung mit der Kamera hergestellt. Das Herstellen der Verbindung funktionierte ohne Probleme, die SSID wurde gleich nach dem Einschalten der Kamera gefunden und das Passwort, welches sich auf der Rückseite der Akku-Abdeckung befindet, wurde auch auf Anhieb akzeptiert. Danach startete ich die App und hatte nach ca. 20 Sek. das Live-View-Bild auf meinem iPhone. Leider wurde das Bild nicht so flüssig, wie von mir erhofft, übertragen, es stockte immer wieder einmal. Ebenfalls musste ich feststellen, dass man nach jedem Ausschalten der Kamera vor einem erneuten Einsatz zuerst die Wi-Fi-Verbindung in den Einstellungen wieder herstellen muss, bevor das App gestartet werden kann, ansonsten findet das iPhone die Kamera nicht. Für mich ist daher der Test mit dem iPhone bereits vorbei, weil die Kamera so nicht zu gebrauchen ist. Wer möchte schon jedes Mal die Kamera via Wi-Fi in den Einstellungen verbinden und danach nochmals ca. 20 Sek. warten, bis das App startklar ist? Als weiterer negativer Punkt ist mir das App etliche Male abgestürzt.

So schnell wollte ich die ganze Sache dann doch nicht aufgeben. Da ich noch ein Nexus 7 von Asus besitze, wollte ich den Test zusätzlich mit einem Android-Gerät durchführen. Ich habe ebenfalls das Gratis-App aus dem Play Store heruntergeladen und wie beim iPhone die Netzwerkverbindung hergestellt. Auch hier verlief das Verbinden der Kamera mit dem Tablet problemlos. Der Vorteil bei Android ist, dass man die Kamera mit dem Tablet/Handy via NFC verbinden kann. Ich halte also die N-Markierung der Kamera an das Nexus-Logo des Tablets, und die Kamera schaltet sich automatisch ein. Ebenfalls startet dabei das App auf dem Tablet und nach einigen Sekunden sind das App und die Kamera startklar. Eine erneute Herstellung der Wi-Fi-Verbindung wie beim iPhone ist via NFC nicht nötig. Das Herstellen der Verbindung dauert unterschiedlich lange, ich konnte je nach Situation zwischen 5–20 Sekunden messen. Ebenfalls wird das das Live-View-Bild bei Android nur mit einer minimalen Verzögerung und fast ohne zu stocken an das Tablet übertragen.

Was vielleicht noch interessiert, ist, wie weit die WiFi-Verbindung von der Kamera bis zum Smartphone/Tablet reicht. Wo die Verbindung im Haus bereits beim Verlassen desselben Raumes abbrach, blieb die Verbindung Outdoor mit Sichtkontakt bis ca. 35 m bestehen, ich hätte mir da jedoch um die 50 m erhofft.

Sony QX100 Anwendung

Play Memories mobile App

Über dieses App kann ich sämtliche Einstellungen der Kamera steuern. Es sind dies primär die Belichtungsmodi „intelligente Automatik“, „überlegene Automatik“, „Programmautomatik“ und „Aufnehmen mir Blendenpriorität“. Ebenfalls kann durch Klicken auf das Display der Fokuspunkt gesetzt, der Auslöser betätigt und ein- und ausgezoomt werden. Es können noch wenige Einstellungen im Menü gemacht werden, aber alles in allem kommt das App mit seinen Möglichkeiten doch sehr funktionsarm daher. Da kann man noch auf ein Update von Sony hoffen. Ebenfalls kann man noch in den Filmmodus wechseln, da ist jedoch neben dem wählbaren automatischen oder manuellen Fokus bei den Einstellungen bereits Schluss.

Bildqualität

An der Bildqualität gibt es aus meiner Sicht nichts zu bemängeln, die Fotos entsprechen dem, was ich von einer Kamera in dieser Preisklasse erwarte. Das Zusammenspiel des Sensors mit dem Zeiss-Objektiv funktioniert hervorragend. Die Bilder wirken knackig, die Farben sind nicht zu flau oder zu bunt und der Weißabgleich sitzt in den meisten Fällen ebenfalls. Mir fehlt jedoch das Abspeichern der Fotos im RAW-Format, damit man nachträglich die Bilder selber entwickeln kann. Da ist ebenfalls auf ein Firmware-Update seitens Sony zu hoffen.

Zubehör und Anschlüsse

Im Lieferumfang der Kamera sind ein USB-Anschlusskabel und eine Kurzanleitung beigelegt. Bei diesem Preis vermisse ich ein USB-Ladeadapter und eine Schutzhülle, weil man ja wegen der runden Bauform nicht eine Universal-Kameratasche verwenden kann. Auf der linken Seite verstecken sich hinter einer Abdeckung ein Micro-USB-Anschluss und der Speicherkarten-Slot für die Memory Stick Micro- oder microSD-Speicherkarte. Des Weiteren befinden sich auf der Rückseite zwei Klammern, an welche ein Smartphone montiert werden kann. Beim iPhone funktioniert diese Halterung einwandfrei und die Kamera sitzt fest an dem Handy. Falls die Smartphone-Halterung nicht gebraucht wird, kann diese auch durch einen Drehverschluss von der Kamera entfernt werden.

Sony QX100 Beispielaufnahme

Sony QX100 Beispielaufnahme

Fazit

Die Idee von Sony finde ich sehr originell und sollte auf jeden Fall weiterverfolgt werden. Jedoch kommt bei mir hinsichtlich der QX100 das Gefühl auf, eher eine Kamera im Beta-Stadium gekauft zu haben als eine einsatzfähige, durchdachte Kamera. Als Apple-User sollte man ganz die Finger von dieser Kamera lassen, da die Verbindung viel zu umständlich ist und das App andauernd abstürzt.
Des Weiteren ist es mir nicht gelungen, die ISO-Empfindlichkeit irgendwo manuell zu steuern, und es fehlen der Zeitenprioritätsmodus sowie die manuelle Belichtungseinstellung. Auch wenn die Kamera eine sehr gute Bildqualität abliefert, ist die QX100 wegen der fehlenden RAW-Speichermöglichkeit und dem nichtvorhandenen manuellen Modus nicht für professionelle Anwendungen geeignet. Ebenfalls zu bemängeln ist die Einsatzdauer des Akkus. Da kein akku-fressendes Display eingebaut ist, sollte der Akku nach meiner Meinung deutlich über 220 Bilder halten. Auch finde ich die Einsatzbereitschaft nach erst 5–20 Sekunden viel zu lange, da ist mit Sicherheit kein Schnappschuss zu erwarten. Alles in allem hoffe ich nun auf ein Update mit den wichtigen Funktionen seitens Sony für das Smartphone-App und bei der Kamera auf ein Firmware-Update vor allem für die RAW-Unterstützung. So wie die Kamera und das App bis heute angeboten werden, muss ich dieses System leider als „Spielzeug“ bezeichnen, welches für mich in diesem Umfang keinen Nutzen ergibt. Sollten in der nächsten Zeit keine Updates kommen, bleibt mir nichts anderes übrig, als die Kamera wieder zu verkaufen.

Patrik Walde – Fotograf, Bildbearbeiter und Trainer – patrikwalde.com

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Apple iPhone 5S & iPhone 5C ab 25. Oktober 2013 in der Schweiz erhältlich

iPhone-5S-alle-ModelleEs hat seine Zeit gedauert, aber nun ist die offizielle Meldung draussen und wir dürfen uns auf Ende Oktober freuen. Apple verkauft die neuen Smartphones  iPhone 5S & iPhone 5C ab 25. Oktober 2013 in der Schweiz & mehr als 25 weiteren Ländern.

Apple hat heute bekanntgegeben, dass iPhone 5s, das weltweit fortschrittlichste Smartphone, und iPhone 5c, das bisher bunteste iPhone, ab Freitag, 25. Oktober in der Schweiz, Italien, Russland, Spanien und mehr als 25 weiteren Ländern erhältlich sein werden. iPhone 5s und iPhone 5c werden ausserdem ab Freitag, 1. November in mehr als einem Dutzend Ländern, darunter Indien und Mexiko, verfügbar sein.

Preise

Das iPhone 5s wird in Gold, Silber oder Spacegrau für CHF 779.- für das 16 GB-Modell, CHF 899.-für das 32 GB-Modell und CHF 999.- für das 64 GB-Modell erhältlich sein.
iPhone 5c wird in Blau, Grün, Pink, Gelb und Weiss für CHF 649.- für das 16 GB-Modell und CHF 779.- für das 32 GB-Modell verfügbar sein.
iPhone 5s-Hüllen werden in Beige, Blau, Braun, Gelb, (RED) und Schwarz für CHF 39.- angeboten. iPhone 5c-Hüllen werden in Blau, Gelb, Grün, Pink, Schwarz und Weiss für CHF 29.- erhältlich sein. iPhone 5s, iPhone 5c und die Hüllen für beide Modelle werden über den Apple Online Store, die Apple Retail Stores und ausgewählte autorisierte Apple Händler verfügbar sein. Das 8 GB-Modell des iPhone 4S wird für CHF 449.- angeboten.

Fazit

Das hat etwas länger gedauert als ich angenommen hatte, die Preise aber sind im Bereich meiner Erwartungen geblieben. Nach wie vor sehe ich das iPhone 5S als sehr interessant an, das 5C ist aus meiner Sicht preislich nicht attraktiv genug um dem iPhone 5S Konkurrenz zu machen. Was meint ihr?

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Google stellt HP Chromebook 11 vor

HP Chromebook 11Gestern hat Google offiziell das HP Chromebook 11 gezeigt, welches mit einem 11.6″ grossen Display daher kommt. Wie bei Chromebooks üblich wird dieses mit ChromeOS ausgeliefert und ist extrem günstig, so soll es nur 279.- $ kosten und 1.04kg schwer sein. Besonders daran ist zum Beispiel das Laden über den Micro-USB-Anschluss oder das lüfterlose Gehäuse.

Technische Daten

  • 11.6″ Display mit 16:9 Format
  • 1366 x 768 Pixel Auflösung
  • Prozessor: Exynos 5250 GAIA Application-Prozessor
  • Anschlüsse: 2 x USB 2.0, Micro-SIM slot (3G and 4G/LTE model only), Micro USB for 15.75W charging und SlimPort video out
  • Netzwerk: Dual-band WiFi 802.11 a/b/g/n & Bluetooth 4.0 – LTE optional
  • Arbeitsspeicher: 2GB DDR3 RAM
  • Speicher: 16GB Solid State Drive
  • Batterie: bis 6h Betriebszeit mit 30Wh

Chromebooks

Nebst den obigen technischen Daten gibt es beim Kauf des Chromebook 11 auch satte 100GB Cloud-Speicher bei Google Drive für 2 Jahre gratis dazu. Erhältlich ist das Chromebook 11 gibt in schwarz oder weiss, und mit farbigen Rahmen um die Tastatur kann man es noch ein wenig Customizen.

Fazit

Ich finde Google Chromebooks ganz interessant, man kann damit sicher produktiver arbeiten als mit einem Tablet und solange man sich im Netzwerk befindet macht ChromeOS auch Sinn. Klein, leicht und extrem preisgünstig – diese Punkte machen das Ding doch für den heimischen Gebrauch attraktiv finde ich! Nachteil ist wiedermal dass es das gute Stück aktuell nur in den USA und England zu kaufen gibt. Was meint ihr?

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Testbericht: Misfit Shine – Crowdsourcing Aktivitätstracker

Misfit Shine Testbericht

Mittlerweile habe ich so einige Aktivitätstracker getestet, eigentlich fast alle die auf dem Markt erhältlich sind. Angefangen hat alles mit dem Jawbone UP, über das Nike Fuelband zu den Fitbit-Trackern und kürzlich dem Withings Pulse. Nun fehlt noch einer in der Sammlung und ich wage zu behaupten der Schönste unter den Bewegungstrackern, der Misfit Shine! Dieser wurde über die Kickstarter-ähnliche Plattform indiegogo durch Crowdsourcing finanziert und überschoss dort das finanzielle Ziel fast neunmal. Das Ding scheint also beliebt zu sein, bevor es überhaupt auf dem Markt war. Mittlerweile ist Shine erhältlich und ich habe es ausprobiert!

Lieferumfang

Der Misfit Shine kommt schön speziell verpackt, die Schachtel davon sieht man im Titelbild. Der Shine selber ist ja nur so gross wie eine Münze und wegen der runden Bauform gibt es auch einiges an Zubehör um ihn zu tragen. So wird auch gleich ein passendes Armband mitgeliefert, der Shine kann dort mittels Gummiband eingeführt und befestigt werden. Dasselbe gilt für den Magnethalter, dabei wird wiederum ein Gummiband zur Fixierung genutzt während das andere, magnetische Ende am Shine hält. Diese Magnethalterung ist übrigens extrem stark, man kann den Shine dadurch auch durch ein Kleidungsstück befestigen – sieht edel aus. Beigelegt ist auch eine Batterie die man einsetzen muss und der passende Öffner für das Gehäuse des Shines.

Misfit Shine Lieferumfang

Misfit Shine Lieferumfang

Was kann der Misfit Shine?

Der Misfit Shine ist ein Aktivitätstracker in einem schönen Gehäuse und kompakt verarbeitet. Die Features einfach mal von der Produktseite gelistet:

  • Mit dem Gerät und der App wird eine Vielzahl von Aktivitäten einschließlich Gehen, Laufen, Schlafen, Radfahren und Schwimmen verfolgt
  • Elegante Ganzmetallkonstruktion
  • Dank verschiedener Accessoires kann Shine an der Hüfte, am Hals, am Armband, an den Schuhen, am Hemd oder am BH getragen werden
  • Wasserfest bis 100 Meter Tiefe – hervorragend zum Schwimmen
  • Kein Aufladen erforderlich – Batterie muss alle vier Monate ausgetauscht werden
  • Daten werden nach Auflage von Shine auf das iOS-Gerätedisplay übertragen
  • Zählt Schritte und schätzt den Kalorienverbrauch sowie die zurückgelegte Distanz
Der Misfit Shine kann dank Magnethalterung auch am Hemd getragen werden.

Der Misfit Shine kann dank Magnethalterung auch am Hemd getragen werden.

Verarbeitung & Tragekomfort

In Sachen Verarbeitung sollte der Shine auftrumpfen, denn der Hersteller Misfit verspricht viel:

Shine wurde aus einem soliden Block von Luftfahrtaluminium gefertigt und hält ein Leben lang. Shine wird von einer leicht austauschbaren Batterie mit einer Laufzeit von bis zu vier Monaten angetrieben. Das Gerät ist wasserdicht und eignet sich daher auch hervorragend zum Schwimmen.

Über die Batterie-Laufzeit kann ich keine Aussage machen, aber die Verarbeitung ist wirklich hochwertig und der Tracker steckt einfach in diesem Geldstück-ähnlichen Aluminium-Gehäuse und werkelt brav vor sich hin. Man muss sich wirklich achten dass man den Shine nicht verliert, ich trage ihn meist über die Magnetschlaufe an meiner Hose. Da ist er unauffällig und verrichtet seinen Job. Wasserdicht ist er auch, bisher hat er noch alles überstanden und ich würde ihn getrost als den stabilsten Aktivitätstracker den ich je hatte bezeichnen. Das Armband lässt ihn auch am Handgelenk tragen, sieht optisch etwas schräg aus, ist aber möglich. Das ermöglicht dem Shine zusammen mit der Magnethalterungsmöglichkeit fast beliebig viele Optionen ihn zu tragen – ein grosser Vorteil gegenüber der Konkurrenz!

Misfit Shine - klein aber fein

Einrichtung & Datenerfassung

Das schwierigste an der Einrichtung dürfte das Einsetzen der Batterie sein. Mit dem beigelegten Werkzeug gilt es das Gehäuse zu öffnen, die Knopfzelle einzulegen und das Case wieder zu schliessen. Hat bei mir etwas gedauert, irgendwie ist es eine Gratwanderung den Shine mit so wenig Kraft wie möglich zu öffnen, aber doch genügend Kraft aufzubringen damit er sich auch öffnet. Mit etwas Übung klappt es aber schlussendlich dann schon noch und dann geht es an die Einrichtung via Smartphone App. Keine grosse Sache, in der App einige persönliche Daten eingeben, Tracker synchen und los gehts. Misfit sagt man soll den Tracker aufs Smartphone legen zum synchronisieren, natürlich geht das auch wenn er in der Hosentasche liegt…

Die Datenerfassung geschieht im Hintergrund, der Abgleich mit der App muss aber immer manuell vorgenommen werden. Denke das wurde absichtlich so gemacht, damit man sich im Stromverbrauch tief hält und nicht zu sehr am Energiespeicher der Knopfzelle nagt – schliesslich soll diese 4 Monate halten.

Misfit Shine am Synchronisieren mit dem iPhone

Misfit Shine am Synchronisieren mit dem iPhone

Misfit Shine im täglichen Gebrauch

Der Misfit Shine ist einer jener Tracker die mit grosser Vielfalt an Tragemöglichkeiten daherkommen. So nutzt man ihn entweder über die sehr starke Magnethalterung, dabei ich ihn meist am Gürtel oder an der Hosentasche befestigt. Anfangs noch mit leichten Zweifeln ob es auch hält, aber das war nie ein Problem. Eine weitere Möglichkeit ist das mitgeliefert Armband mit einer runden Ausspaarung, darin kann Misfit Shine eingesetzt werden, hält bombenfest und kann so am Arm getragen werden wie die Kollegen von Jawbone, Nike oder dem Fitbit Flex. Grosser Vorteil am Shine ist einerseits die kompakte Bauform, das er beim Tragen kaum bis gar nicht einschränkt. Andererseits auch dass er dank der Bauform wasserdicht ist und man trägt ihn damit einfach überall!

Misfit Shine am Handgelenk

Der Misfit Shine synchronisiert wie schon oben erwähnt nicht im Hintergrund mit der Smartphone App. Dazu muss der Abgleich jedes mal manuell gestartet werden, störte mich aber nicht weiter. Die Applikation zeigt die Ergebnisse in einer Tages- und Wochenansicht an. Dabei werden spezielle Bewegungsarten, die man vorher unter dem Menüpunkt „Mein Shine“ vorbereitet hat, werden speziell hervorgehoben. Der Shine selbst hat kein Display, sondern zwölf LEDs die auf der Oberfläche rund angeordnet sind. Dabei kann man durch verschiedene Gesten Infos aus dem Shine rausholen:

Zweimal Tippen: Der aktuelle Leistungsstand wird auf dem Shine angezeigt. 15:00 Uhr bedeuten 25%, 18:00 Uhr stehen für 50% und 21:00 Uhr sowie 0:00 Uhr stellen 75% beziehungsweise 100% dar. Nach dem Leistungsstand wird die Uhr angezeigt. Die konstant leuchtende LED ist der kleine Zeiger und zeigt Stunden an, während die blinkende LED die Minuten angibt.
Dreimal Tippen: Aktivierung von den vorher in der App festgelegten Bewegung. Das kann Schlaf, Schwimmen oder sonst etwas sein. Der Vorgang wird genauso wieder beendet.

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Der Misfit Shine hat genau in der Beweungspolitik seine Schwächen, so sind Multisportler kaum gewillt ständig über die App zu aktivieren welchen Sportart man ausübt. Zumal die Aktivierung über das dreimalige Tippen nicht immer wie gewünscht funktioniert und sich die Funktion bei mir auch schon selbst aktiviert hat. Finde das aber nicht extrem tragisch, da ich bei Fitbit auch nicht ständig Aktivitäten aktivieren – sondern den Tracker einfach trage!
Wenn wir schon bei negativen Punkten angelangt sind, muss hier auch das starke verbaute Magnet erwähnt werden. So praktisch es ist, so unpraktisch wird es teilweise damit. Probleme mit Schlüsselbund oder anderen Alltagsgegenständen sind vorprogrammiert. Wird er getragen wie unten abgebildet, hatte ich diesbezüglich aber so gut wie keine Probleme.
Als letzten Punkt möchte ich noch erwähnen dass der Misfit Shine seine Daten nur über die App abrufbar macht, es gibt kein Web-Interface um diese einzusehen. Auch sieht man bei Misfit vom Konkurrenzdenken bei den Usern ab, so ist kein Vergleich mit Freunden möglich, was bei allen anderen Trackern mittlerweile Standard ist.

Misfit Shine an der Hose

Fazit

Ich habe den Misfit Shine nun einige Woche getragen, ausprobiert und genossen. Er ist einer derjenigen Tracker die man auf Grund der geringen Baugrösse tagsüber vergisst und das ist auch ganz angenehm. Die gut Verarbeitung aus hochwertigem Material lässt mich auf eine lange Lebensdauer hoffen und die lange Akkulaufzeit ohne Batteriewechsel sind ein praktische Nebeneffekt. Der Misfit Shine erfüllt alle Vorgaben an einen Tracker und ist sehr durchdacht, wer nicht fünfmal am Tag seinen Fortschritt am Smartphone überprüfen möchte für den ist Misfit Shine definitiv das richtige. Tolles Teil!

Den Misfit Shine gibt es für 129.- CHF im Apple Store oder in Deutschland für 119.- €.

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Polar Loop: Aktivitätstracker nun auch vom finnischen Hersteller Polar

Polar Loop AnimationAktivitätstracker sind absolut im Trend und solche für das Handgelenk sowieso. Das hat auch der finnische Hersteller Polar erkannt und bringt den Polar Loop auf den Markt. Rein optisch erinnert er mich ein wenig an das Nike Fuelband, ansonsten ist er mit den üblichen Tracker-Features ausgerüstet und soll wie das Fitbit Flex auch wasserdicht sein! Mehr im folgenden Video.

Features

Polar Loop soll unter anderem auch beim Schwimmen getragen werden können und dabei die Aktivität aufzeichnen, so soll das Armband für die tägliche Bewegung, fürs Training und auch für die Schlafphasenüberwachung genutzt werden können. Kommuniziert wird über Blueooth und die Daten gehen wie mittlerweile üblich in die Cloud. Auf dem Display des Loop sind Kalorien und Schritte ersichtlich. Natürlich spielt Polar das Vorwissen und ihre Produktpalette zur Herzfrequenzmessung aus, so ist der Polar Loop nämlich mit der Polar H6  und H7 kompatibel.

Polar Loop AktivitätstrackerFazit, Preise & Verfügbarkeit

Ein weiterer Aktivitätstracker auf dem Markt. Das macht die Entscheidung für interessierte nicht einfacher, ich denke aber ein wenig Konkurrenz belebt das Geschäft. In den USA soll Polar Loop bereits in diesem Monat erhältlich sein. Gemäss meinen Infos der US-Website wird es Polar Loop wohl erst 2014 in der Schweiz geben.

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Adobe Lightroom 5.2 hat GoPro Objektivprofile mit an Board

Adobe Lightroom 5.2 hat GoPro Objektivprofile mit an BoardHeute kam ich wiedermal dazu mein Adobe Lightroom 5 zu aktualisieren und dann habe ich mir gleich das Update von Anfang/Mitte September, Lightroom 5.2 installiert. Nebst einigen neuen Modellen von Herstellern bei welchen das RAW-Format unterstützt wird, gabs eine kleine aber feine Erweiterung die ich sehr begrüsse. So wurde von allen GoPro Hero 3 Modellen die Objektivprofile im Update mitgeliefert, spricht ihr könnt von Haus aus die Verzerrungen der GoPro beheben.

GoPro Hero 3 Objektivverzerrungen korrigieren

Am folgenden Bild habe ich das in LR 5.2 hinterlegte Objektivprofil der Hero 3 Black Edition verwendet um es zu begradigen. Natürlich wären für eine Teststrecke Bilder mit geraden Linien geeigneter, für mich aber zählt schlussendlich sowieso der praktische Ansatz. Daher habe ich eine Flugaufnahme von mir genommen, die ich mit dem TBS Discovery Quadcopter erzielt habe. Hier der Vorher – Nachher Vergleich:

Luftaufnahme mit der GoPro ohne Profilkorrektur

Luftaufnahme mit der GoPro ohne Profilkorrektur

Luftaufnahme mit der GoPro mit Lightrom 5.2 Profilkorrektur

Luftaufnahme mit der GoPro mit Lightrom 5.2 Profilkorrektur

Man beachte vor allem die Bahnlinie links und den Horizont, das Bild sieht doch deutlich besser aus oder? Man verliert natürlich etwas am Bildausschnitt, bei den aktuellen Auflösungen und dank dem Weitwinkel ist das aber in den meisten Fällen weniger schlimm.

Fazit

Die Entzerrung war natürlich schon vorher manuell möglich, nun kann man aber bereits beim Import die Anpassung des Objektivprofils anwenden und die GoPro-Aufnahmen erscheinen sofort entzerrt im Lightroom 5 Katalog. Für mich eine grosse Zeitersparnis und angenehm, also ladet euch das Update!

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